Borussia News

Die Saisonvorbereitung der Profis

 

So., 29. Juni 08 10.30 Uhr Trainingsauftakt BORUSSIA-PARK
Sa., 5. Juli 08 15.30 Uhr Testspiel gegen FC Wegberg-Beeck Wegberg-Beeck
6. Juli bis 12. Juli 08 - Trainingslager Bad Lippspringe
Mi., 9. Juli 08 18.30 Uhr Testspiel gegen Arminia Bielefeld Bad Oeynhausen
Fr., 11. Juli 08 18 Uhr Testspiel gegen BV Bad Lippspringe 1910 Bad Lippspringe
Mi., 16. Juli 08 18.30 Uhr Testspiel gegen West Bromwich Albion Goch
Mit., 23. Juli 08 17.30 Uhr Testspiel gegen SC Heerenveen Grenzlandstadion / Rheydt
Di., 29. Juli 08 19 Uhr Testspiel beim 1. FC Kleve Kleve
Sa., 2. August 08 15.30 Uhr Saisoneröffnung gegen FC Valencia BORUSSIA-PARK

 

 

Borussias Torwartlegende Wolfgang Kleff kommt mit dem ultimativen Fußballregelbuch

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Was wäre Fußball ohne Regeln? Vermutlich der größte Boxverein der Welt!

 

Borussias Torwartlegende und Fußballweltmeister Wolfgang Kleff und seine beiden Mitautoren lüften die dunklen Mysterien der Fußballregeln und gehen ihrem tieferen Sinn und Zweck auf den Grund. Herausgekommen ist dabei ein unentbehrliches Nachschlagewerk für Fußballexperten und all jene, die es unbedingt werden wollen. mehr...

Nando Rafael spielt mit Gott

„Gott gibt mir Mut und Kraft“: Nando Rafael ist Stürmer bei Borussia und ein gläubiger Christ. Foto: Dieter Wiechmann„Gott gibt mir Mut und Kraft“: Nando Rafael ist Stürmer bei Borussia und ein gläubiger Christ. Foto: Dieter Wiechmann

Borussias Stürmer hat im angolanischen Bürgerkrieg seine Eltern verloren. Nicht aber seinen Glauben. „Das ist eine wichtige Sache in meinem Leben“, sagt der 24-Jährige. Er liest oft in der Bibel, betet und diskutiert sogar mit einigen Teamkollegen in einem Bibelkreis über die Heilige Schrift.

Ein Fußballspiel dauert 90 Minuten. Plus Nachspielzeit. Das Gespräch mit Nando Rafael auch. Es hätte noch viel länger gehen können, doch der 24-Jährige muss zum Training. „Bring viel Zeit mit“, hatte der Stürmer schon vorher gesagt. Es ging nicht um Nando Rafael, den Fußballstar. Nicht um seine Ausbildung in der Ajax-Schule in Amsterdam. Nicht um die 103 Bundesligaspiele, in denen er für Hertha BSC Berlin und Borussia 22 Tore erzielte. Und nicht darum, dass er Gladbachs Zweitligaspiele derzeit meist von der Bank aus verfolgt. Es ging, hier im Souterrain von Borussias Fußballtempel, um Gott.

Nando Rafael ist gläubiger Christ. Wenn er über Gott redet, tut er das gestenreich. Und lächelt oft. „Das ist eine wichtige Sache in meinem Leben“, sagt Rafael. Er liest viel in der Bibel, betet und trifft sich mit anderen Borussen regelmäßig zu einem Bibelkreis. Bei Physiotherapeut Andreas Bluhm sitzen beispielsweise Sebastian Schachten, Moses Lamidi, Marcel Ndjeng, Alexander Baumjohann und eben Nando Rafael zusammen und diskutieren über die Heilige Schrift. „Es gibt viele Fußballer, die gläubig sind. Die Brasilianer Cacau und Kaka predigen sogar“, sagt Rafael.

Er sitzt auf dem Podest im Presseraum des Borussia-Parks, auf dem Stuhl, auf dem bei den Pressekonferenzen nach den Spielen die Gästetrainer ihre Analysen preisgeben. Kurze Statements, so wie es der knapp bemessene Zeitrahmen gebietet. Auch Nando Rafael ist es gewohnt, nach Spielen schnelle Antworten zu geben. Heute redet er langsamer als sonst. Es hat spürbar Spaß am Thema, ist erfreut, dass der Mensch hinter der Fußballer-Folie interessiert. „Viele Leute sehen nur die Nummer“, sagt Rafael. Er hat die 9 auf seinem grau-weißen Trainingsanzug, die Zahl, die im Fußball für Torjäger steht. Dreimal hat er getroffen in dieser Saison, immer nach einer Einwechslung.

 

Gott hat mir Talent gegeben

 

Ein wenig fehlt dem gebürtigen Angolaner, der seit 2005 deutscher Staatsbürger ist, das Glück. Vier Treffer wurden ihm aberkannt. „Das ist ärgerlich. Und natürlich habe ich manchmal einen Hals, wenn ich nicht spiele, das ist doch normal“, gesteht er. Doch sein Glaube gibt ihm die Kraft, geduldig zu sein. „Die Bibel sagt mir, dass Gott einen Plan für mich hat. Ich kenne den Plan nicht. Aber es ist ein guter Plan. Ich habe den Glauben in mir“, sagt Rafael, der mit seiner Freundin Laura und Tochter Chelsea (15 Monate) in Düsseldorf lebt.

Sein Glaube half ihm auch, den schwersten Schicksalsschlag seines Lebens zu verwinden. Seine Eltern wurden im angolanischen Bürgerkrieg ermordet, als er acht Jahre alt war. Der Fußball, den er zu seinem Beruf gemacht hat, „weil Gott mir das Talent gegeben hat“, hat ihm damals das Leben gerettet. Denn als die Mörder kamen, kickte er im Nachbarort. „Das ist Vergangenheit. Aber es gibt keine Zukunft ohne Vergangenheit“, sagt Rafael. Es gibt viele, denen eine solche Tragödie den Glauben an Gott geraubt hätte. „Ich habe nie gezweifelt. Gott macht keine Fehler“, sagt Rafael.

Aus dem traurigen Jungen, der nach dem Tod seiner Eltern mit seinem Onkel Eduardo und seiner Tante Marcelina in die Niederlande flüchtete, wo „ich den Spaß am Leben wiedergefunden habe“, ist ein fröhlicher Mann geworden, der sieben Sprachen spricht, in seiner Mannschaft als Entertainer gilt und sich um seine Kollegen kümmert. „Er hat immer gute Laune, wenn du ihn triffst. Das steckt an“, sagt sein Teamkamerad Sascha Rösler.

 

Nando Rafael spürt, dass Gott immer da ist, „nicht nur wenn ich gewinne oder Tore schieße. Er gibt mir Kraft und Mut“. Nando Rafael spielt mit Gott. Allerdings weit über die 90 Minuten hinaus.

 

Quelle: Rheinische Post Mönchengladbach

 

Wolfgang Kleff feiert Comeback mit 61 Jahren

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Weltmeister. Europameister. Zweifacher UEFA-Cup-Gewinner. Pokalsieger. Fünffacher Deutscher Meister. Gestatten, Borussias Torhüter-Legende Wolfgang Kleff.

 

Nach 433 Bundesliga-Begegnungen und 25 Zweitliga-Einsätzen hatte er seine große Karriere 1987 beendet. Bis Sonntag. Da feierte der sechsfache Nationalkeeper mit 61 Jahren sein Comeback beim Landesligisten FC Rheinbach, weil Stammtorwart Sebastian Heiliger (Beinbruch) und Ersatzmann Marcus Westphal (Trauerfall) ausfielen.

„Manager Lothar Niemeyer hat mich gebeten einzuspringen. Ich habe das Vertrauen gerechtfertigt und zu Null gespielt“, witzelt „Otto“ Kleff, wie ihn seine Mitspieler wegen der Ähnlichkeit zu Blödelbarde Otto Waalkes rufen. Rheinbachs 1:0-Führung durfte er noch zwischen den Pfosten bejubeln. Sein Auftritt war allerdings bereits nach einem unglücklichen Zusammenprall in der 35. Minute vorzeitig beendet.

„Ich habe mir ein paar blaue Flecken und einen Bluterguss im Oberschenkel zugezogen. Direkt nach dem Spiel war es heftig, am Tag danach ging es wieder“, erklärt Kleff.

Dabei wollte er sich wegen eines vor zwölf Monaten erlittenen Hirnschlags nie mehr ins Tor stellen:„Das ist zu gefährlich. Ich kümmere mich nur noch um Kinder in meiner Fußballschule“, hatte der Kult-Keeper nach der Reha in Koblenz beteuert.

Jetzt wurde Kleff rückfällig. „Das war doch für mich auch ein Ritt auf der Rasierklinge. Ich wollte mich nicht blamieren, und die Mannschaft war auch sehr angetan. Außerdem war die gesamte Abwehr auch so alt wie ich“, verrät der Torhüter-Oldie.

Nachdem Kleff von Feldspieler Georg Klotz abgelöst wurde, kassierte Rheinbach noch vier Gegentore zum 1:4 beim TuS 05 Oberpleis. „Das war kein PR-Gag, sondern Rettung in höchste Not“, sagt Rheinbachs Geschäftsführer Lars Klier.

Für Kleff bleibt es ein einmaliger Freundschaftsdienst: „Eine ganze Saison würde ich das nicht aushalten. Aber ich freue mich schon, wenn ich im Sommer ein bisschen privat auf der Wiese kicken kann.“

Gedenkstein: Die stille Borussenraute

Als der Mythos Bökelberg sich seinem Ende zuneigte, als der letzte Sitz aus dem Stadion geholt wurde, war sie noch immer ein Symbol des Gladbacher Fußballvereins: Die drei Meter hohe, fast zwei Meter breite und eine Tonne schwere Borussen-Raute.

Es war der ehemalige Mannschafts-Masseur Charlie Stock, der Anfang der 80er Jahre die Idee zu dem Borussen-Stein hatte. Der Koloss sollte eine Erinnerung für alle Spieler und Vereinsmitglieder sein, die im Ersten und Zweiten Weltkrieg gefallen waren. Stock sorgte dafür, dass das Mahnmal aus Sichtbeton mit einer Holzstruktur in Form des VfL-Emblems, der Raute, gegossen wurde. Die Namen der rund 80 Gedenkopfer wurden in Bodenhülsen in die Platte des Steins einbetoniert.

Anfang September 1983 wurde der steinerne Riese am Bökelberg, hinter dem damaligen VIP-Zelt am Schürenweg, errichtet. Am 25. September 1983 folgte die feierliche Einweihung. Unter den Gästen waren einige ehemalige Borussen-Kicker wie Josef „Jupp“ Heynckes.

„Die Veranstaltung war um zwölf Uhr und wurde vom Glockenläuten der St.Elisabeth-Kirche an der Bergstraße begleitet“, erzählt Elmar Kreuels, bei Borussia zuständig für Archiv, Traditionspflege und Stadionbesichtigungen. Die Raute geriet im Laufe der Jahre an ihrem stillen Platz immer mehr in Vergessenheit, wurde nur noch wenig beachtet – bis man sie im Januar 2006, wenige Monate vor der Sprengung des Bökelberg-Stadions, an ihren neuen Standort im Nordpark brachte.

Ex-Spieler Friedhelm Frenken, der heute einen Natursteinhandel betreibt, organisierte den Transport mit einem Schwerlastkran. Für die Raute wurde nahe am neuen Stadion ein Platz umgeben von Bäumen geschaffen.

Der steinerne Boden, auf dem sie heute steht, ist ebenfalls in Form einer Raute angelegt. „Der Standort ist nicht nur besonders schön, sondern passt auch gut. Aussagen zufolge soll an der Stelle mal ein Friedhof gewesen sein“, so Kreuels.

Unmittelbar neben dem Stein steht zudem ein ehrwürdiger Borussenbaum, der ebenfalls einen Umzug vom Bökelberg hinter sich hat. Es ist die so genannte Meistereiche. Die deutsche Kaiser-Eiche wurde beim Treffen der Meistermannschaft von 1970 im Mai 1980 als zehnjährig gewachsener Baum gepflanzt.

Die Raute kann für die Fans vor dem Spiel ein Ort der Stille sein

Außerdem stehen zwei Natursteinmuschelbänke vor dem Memorial. Dr. Franz Wichelhaus, ein Ex-Borusse, hatte sie damals zur Einweihung des Steins gestiftet. „Die Raute kann heute ein Ort der Stille sein, an dem der Fan kurz vor dem hektischen Spiel zur Ruhe kommt, sich besinnen kann“, so Kreuels.

Seit März 2006 ist die Stein-Raute zudem Teil der „Deutschen Fußball-Route NRW“.

Steine im Nordpark

Rauten: Am Nordpark gibt es weitere besondere Steine. Hinter dem Stadion wurden über 6000 schwarze und weiße Steine in Rautenform eingelassen. Sie konnten von Fans während der Bauphase des Stadions für etwa 170 Euro gekauft werden. Die Steine sind durchnummeriert, auf Edelstahlplatten steht der Name des jeweiligen Besitzers.



WM-Qualifikationsspiel gegen Wales im Borussia-Park

Heute wurde bekannt, dass im Borussia-Park ein WM-Qualifikationsspiel ausgetragen wird. Am 15. Oktober trifft Deutschland hier auf Wales. Das teilten Verein und DFB mit.

Die Freude bei Borussia ist groß. Unser Stadion hat schon bei der Weltmeisterschaft kein Spiel abbekommen, erklärte Christian Ziege, umso schöner ist es, dass sich der DFB nun für Mönchengladbach entschieden hat. „Wales ist ein interessanter Gegner“, fügte er an, außerdem ist es klasse, dass die Begegnung kein Freundschaftsspiel, sondern wirklich bedeutend ist. Sie bringe schließlich Punkte für die WM-Qualifikation.

Der Chauffeur der Fans

Mehr als 10.000 Fußball-Zuschauer nutzen an den Heimspieltagen Borussias die Shuttle-Busse des NVV. Die Fahrer melden sich sogar freiwillig, um die Fans zu transportieren. Für Horst Theuerzeit ist der Job aber nur noch ein Hobby.

Horst Theuerzeits Arbeitsplatz war 30 Jahre lang ein Bus. Für die Stadtwerke und die NVV hat er täglich Linienbusse durch die Straßen seiner Heimatstadt gekurvt. Klar, dass der 67-Jährige nach seiner Pensionierung nicht so einfach aufhören konnte. „Als ich den Anruf bekam, ob ich nicht an den Heimspieltagen von Borussia einen der Shuttle-Busse fahren möchte, habe ich nicht lange gezögert“, sagt Theuerzeit. Seit dreieinhalb Jahren fährt er die Wagen, die mehrere tausend Fußball-Fans von den Hauptbahnhöfen in Rheydt und Mönchengladbach bis zum Borussia-Park fahren.

Der Arbeitstag am Sonntag begann für die 70 Busfahrer schon am Vormittag. Nach der Einsatzbesprechung und dem Plan, wer welche Bahnhöfe ansteuert, ging es raus auf die Straße. „Wir haben immer Fahrer, die sich freiwillig für den Dienst an Spieltagen melden“, sagt Erich Wolters, bei der NVV Leiter der Abteilung Fahrbetrieb. Wie viele Mitarbeiter genau im Einsatz sind, entscheidet die wahrscheinliche Zuschauerzahl nach Absprache mit Borussia und der Polizei. „Da wir mit 40 000 Fans rechneten, gingen wir davon aus, etwa 14.000 Passagiere zum Nordpark zu fahren“, sagt der 59-Jährige.

Vom Hauptbahnhof in Rheydt würden etwa 2000 Zuschauer mehr fahren als vom Europaplatz aus. „Viele Fans wissen, dass wir da direkt am Gleis stehen“, sagt Wolters. Außerdem dauere die Fahrt über die Mittelstraße, Espenstraße und vorbei am Krankenhaus einige Minuten weniger als von Gladbach aus.

Horst Theuerzeit hat zunächst den Auftrag, vom Busbahnhof aus zu fahren. „Das kann sich aber später noch ändern“, weiß er. „Je nachdem, was los ist.“ Auf der Hintour, für die er über die Flieth-, Bahn- und Aachener Straße 20 Minuten braucht, sei oft mehr los als nach dem Spiel. Das dürfen die 70 Fahrer sogar sehen. „Wir kommen 15 Minuten nach Spielbeginn, müssen aber auch eine Viertelstunde vor dem Abpfiff wieder zurück zum Wagen, den wir in der Nähe vom Hockeystadion parken“, erklärt Theuerzeit, dessen Herz eigentlich für den Rheydter SV schlägt. „Schöne Spiele von Borussia schaue ich mir aber auch gerne an.“

Probleme mit den Fans hatte er nie – weder mit den Borussen, noch mit denen des Gegners. „Ich erlebe nur Positives“, sagt Theuerzeit. Einige Mitfahrer verabschieden sich sogar per Handschlag und wünschen Frohe Weihnachten. „Wenn Borussia gewinnt, ist der ganze Bus immer total euphorisch“, weiß der Chauffeur. „Aber auch bei Niederlagen in der vergangenen Saison war die Stimmung nicht schlecht.“ Bei einem Unentschieden, wie gestern gegen den SC Paderborn, wird lediglich nochmal über die ein oder andere Spielszene diskutiert.

In drei Jahren werden für Theuerzeit aber auch die Aushilfs-Fahrten vorbei sein. „Es ist zwar mein Hobby, Bus zu fahren“, sagt er. „Aber ich habe meiner Frau versprochen, dass ich mit 70 aufhöre.“ Auch wenn es dann bestimmt erneut nicht einfach wird.

Quelle: Rheinische Post

Gladbach – ein Fußballmärchen

Neuerscheinung: Der Autor Jürgen Schmicker träumt von der Meisterschale für die Borussia. Und lässt einen einst treuen Fan zurückkehren.
Es ist der Traum eines jeden Borussen-Fans: die Deutsche Meisterschaft. Es sind die schönsten Erinnerungen für die, die sie miterlebt haben, und die schönsten Erzählungen, für die, die damals noch nicht geboren waren: die Deutschen Meisterschaften. Und wie schön wäre es, wenn die Fohlen statt des Abstiegs den Sprung ganz an die Spitze der Ersten Bundesliga geschafft hätten?

Ein Traum, wie gesagt. Jürgen Schmicker hat seinen Traum wahr gemacht. Sein VfL-Märchen liegt jetzt gedruckt auf 220Seiten vor.

„Borussen-Leo war ein niederrheinisches Original mit Ecken und Kanten.“
Der Schwalmtaler hat mit dem Roman „Borussen-Leo kehrt zurück“ außerdem für sich eine Frage beantwortet, die er sich seit Jahren stellt. Was ist eigentlich aus Borussen-Leo geworden? „Zur großen Zeit der Gladbacher Fohlen war er bei praktisch allen Spielen“, sagt der Autor, der hauptberuflich Bauleiter einer Wohnungsverwaltungsgesellschaft ist und lange Jahre Trainer der Tischtennis-Bundesliga-Damen beim SC Bayer Uerdingen war und bisher schon vier Krimis geschrieben und selbst verlegt hat (z.B. „Mord am Bökelberg“, „Die Raute im Herzen“).

Borussen-Leo sei mit seinem „verwegenen Äußeren und seiner Reibeisen-Stimme“ eine „markante Persönlichkeit“ gewesen. Er war Anheizer in der Nordkurve. „Ein niederrheinisches Original mit Ecken und Kanten“, nennt ihn Schmicker. Doch irgendwann wurde er am Bökelberg nicht mehr gesehen. Keiner wusste, warum. Keiner, wo er geblieben sein könnte.

Ein modernes Märchen, also was wäre, wenn Leo eines Tages wieder seine Borussia anfeuern würde, hat sich Schmicker ausgedacht und dabei gleichzeitig eine herzerwärmende Geschichte über eine ungleiche Freundschaft geschrieben. Der wegen des nahenden Todes seiner Mutter aus Amerika zurückgekehrte und extrem schrullig wirkende 64-jährige Leo trifft am Bauzaun des abgerissenen Bökelbergs, der ihn in der alten Heimat täglich magisch anzieht, den 13-jährigen Mark-Aurel, wegen seiner schweren Krankheit auch „Morbus“ gerufen.

Der Junge schafft es, Leo wieder zum Besuch eines Borussen-Spiels zu bewegen. Partie für Partie erleben die beiden die Saison 2006/2007. Und bei jeder Begegnung, die Leo besucht, ist das Ende klar: die Borussia holt Punkte. Für „Morbus“ ist klar: Leo ist ein Glücksbringer. Als er in den 70ern die Spiele verfolgte, wurden die Fohlen Deutscher Meister. Sollte das etwa wieder geschehen können?

Schmicker macht sich die letzte Saison, wie sie ihm gefällt und sagt: „Manchmal werden Märchen wahr, man muss nur ganz fest daran glauben.“

Ganz neu: „Borussen-Leo kehrt zurück“, Jürgen Schmicker Verlag, 10,90 Euro, ISBN 978-3-9807311-5-7

Bereits erschienen: Von Jürgen Schmicker gibt es u.a. folgende Krimis: „Mord am Bökelberg“, „Die Raute im Herzen“, „Engels und die Rheinische Lösung“, „Die sieben Brücken von Köln“

Jagd auf Torsten Knippertz

Einmal im Jahr braucht Torsten Knippertz eine Pistole am Kopf. Nicht, dass Borussias Stadionsprecher nicht mit dem Abstieg klargekommen wäre. Aber er ist nun einmal auch Moderator und Schauspieler.

Letzteres betreibt er mit Vorliebe, wenn Stephan Lenzen von Manglitz Video-Produktion der Regisseur ist. So wie an diesem Wochenende. Lenzen hatte ein Drehbuch geschrieben und drehte wie im vergangenen Jahr („Geschäft ist Geschäft“) einen Kurzfilm mit Knippertz, dem Regisseur und Schauspieler Ulrich Fleischer (l.) und ganz vielen Waffen. Der Titel: „Die Todgeweihten grüßen dich“. Und Knippertz ist überzeugt: „Dieser Film wird noch besser.“ Er spielt darin einen Ermittler, dem ein Profikiller auf den Hals gehetzt worden ist. Die beiden stellen fest: Sie waren alte Schulfreunde. Eine Hetzjagd durch die Vitusstadt beginnt. Die neunköpfige Crew drehte erstmals nicht nur im Studio, sondern an realen Drehorten in der Stadt: Im Kino in Rheydt, auf dem Glockenturm des Münsters und am Geroweiher vor dem Hotel Holiday Inn.

Die Schlussszene drehte die Crew in einem Parkhaus in Rheydt. Alles war genau ausgetüftelt, der Drehplan auf den Spielplan Borussias abgestimmt. Lenzen hatte mit dem Kameramann Sven Opitz vorher die Drehorte angeschaut und Einstellungen besprochen. Da kam den Akteuren doch etwas in die Quere: Alle drei Minuten fuhr ein Zug vorbei, der den Ton störte. „Jetzt werden wir alles im Studio nachsynchronisieren“, sagte Lenzen. Trotzdem soll der Streifen im Oktober fertig sein, Premiere wird dann bei einer Veranstaltung des Vereins Filmfieber gefeiert.

Borussia M'gladbach

Interne Lösung
Ob Tobias Levels, Sebastian Schachten oder Steve Gohouri - für den Posten des rechten Verteidigers strebt VfL-Trainer Jos Luhukay eine Lösung aus dem eigenen Kader an.
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Jünter hat's geseh'n, Jünter, Jünter, Jünter hat's geseh'n
„Nackt-Alarm in der Bundesliga“, titelt die Bildzeitung. Und der Express hat wortgewandt den „Busen der Natur“ für sich entdeckt.
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Friend freut sich auf die neue Herausforderung
Eine Woche später als seine Kollegen hat Rob Friend das Mannschaftstraining aufgenommen. Der Kanadier stand beim gestrigen Training in Bad Lippspringe erstmals wieder auf dem Rasen.
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Borussia Mönchengladbach | RP ONLINE

Borussia - Röslers Ansage (Mi, 09 Jul 2008)
Borussias Vize-Kapitän will seinen Stammplatz verteidigen. Und nicht, wie früher mit Ulm und Aachen, nach nur einer Saison wieder aus der Bundesliga absteigen. Dafür rackert er jetzt im Trainingslager in Bad Lippspringe.

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Borussia - Rob Friend trainiert wieder (Di, 08 Jul 2008)
Rob Friend ist seit Montag wieder im Einsatz. Der Rücken zwickt noch, der Kanadier trainiert in Bad Lippspringe eingeschränkt. Uneingeschränkt ist seine Vorfreude auf die Bundesliga.

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Borussia - Alle gegen die Printen (Di, 08 Jul 2008)
Zum Duell "Großer gegen kleiner Bruder" kommt es im DFB-Pokal bekanntlich nicht: Während Borussia zum Landesligisten VfB Fichte Bielefeld reist, bekommt es Verbandsligist FC Wegberg-Beeck mit Alemannia Aachen zu tun.

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